Zurück aus dem Urlaub – Tempelburg / Brotzen

Da bin ich wieder aus dem Urlaub zurück. Die Zeit ist schnell gelaufen, wir haben viel in Pommern gesehen. Detaillierte Informationen zu einzelnen Orten folgen (wenn ich mit der Wäsche und dem Fotos-Download fertig bin 🙂 ). Vorab möchte ich Ihnen erste, allgemeine Beobachtungen vorstellen.

Wir sind wie gesagt nach Tempelburg (Czaplinek) gefahren. Ich war sehr gespannt wie das Gedenktafel in Brotzen (Broczyno) aussieht, aber ich habe es nicht gefunden! Es gibt zwar einen großen Friedhof gleich an der Hauptsraße, aber dort war die Tafel nicht zu finden. Der Friedhof besteht aus zwei Teilen: ein „neuer“ wo laufend bestattet wird und ein „alter“ wo nur Bäume und Efeu zu finden sind. Durch beide Teile führt eine Allee. Es gibt nur eine Informationstafel zu dem Friedhof.
Ich habe erfahren, dass es in Brotzen noch einen alten evangelischen Friedhof gab, den ich aber nicht finden konnte. Dort wurde vermutlich die erwähnte Gedenktafel gestellt.

Die Art und Weise wie in dieser Gegend die alten Friedhöfe behandelt werden gefallen mir übrigens auch nicht. Die Friedhöfe sind total vernachlässigt, mit hohem Gras und Efeu bewachsen. Die Grabsteine fehlen oder liegen umgeworfen im Gras (es gibt kaum welche zu sehen). Wenn jetzt eine neue deutsch-polnische Gedenktafel gestellt werden soll, werden die Grabmalreste aufgesucht, gesammelt und auf die vorbereitete Stelle (beim Eingang) aufgestellt. Es kommen noch ein paar Blumen dazu, die Gedenktafel selbst und das war’s. Der Rest des Friedhofes bleibt so verkommen wie es war.
Ich habe den Eindruck, daß in den Gebieten näher der deutschen Grenze werden die Friedhöfe besser behandelt: dort blieben die Grabsteine und eiserne Kreuze erhalten und stehen immer noch dort wo sie ursprünglich gestellt wurden. Vielleicht liegt es daran, daß es gerade um Tempelburg schwere Kämpfe im Februar – März 1945 gab und danach der Hass auf die Deutschen größer war? Keine Ahnung.

Birgit

Hallo!
Meine Oma Ida Hoffmann liegt dort in Tempelburg auf den Friedhof. Sie muss so um 1944 gestorben sein, als meine Mutter 7 Jahre alt war. Sie weis noch genau wo das Grab war. Sie sagte mir das sie es obwohl es weg ist noch immer finden würde. Sie ist dort ja als Kind immer wieder hingegangen. Sie war aber nie mehr dort. Sie war ja noch klein als sie von Tempelburg weg musste.

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