Besuch in dem Diözesanarchiv in Oppeln

Diözesanarchiv in Oppeln - ein Bild aus dem Mikrofilm

Vor einigen Wochen habe ich das Diözesanarchiv in Oppeln besucht. Ich denke, es wäre wichtig hier vorzustellen wie die Arbeit dort aussieht, was zu beachten ist und welche Ergebnisse man erwarten kann.

Das Leben ist nicht einfach

  • Das erste Problem ist der Termin. Nein, es ist das Folge-Problem 🙂 Das erste Problem liegt darin, dass es in dem Archiv nur EIN Lesegerät für die Mikrofilme gibt. Und weil es dort NUR Mikrofilme gibt heißt es, dass an einem Tag nur eine Person arbeiten kann. Was natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die Termine hat – man muss schon mit einigen Monaten rechnen.
  • Das Personal ist gerade auch nicht besonders ausgebaut – es gibt nur einen einzigen Mitarbeiter – ks. Sebastian Krzyżanowski, der gleichzeitig auch der Archivdirektor ist. Dazu kommt noch, dass er zeitgleich als Pfarrer in einer kleinen Pfarrgemeinde an der tschechischen Grenze tätig ist. Die Entfernung nach Oppeln beträgt ca. 90 km was dazu führt, dass…
  • Das Archiv arbeitet nur einmal in der Woche, dienstags, zwischen 11:00 – 20:00 Uhr.
  • Die einzige Möglichkeit, Kopien aus den gefundenen Urkunden zu machen ist die eigene Kamera, mit der man… den Bildschirm abfotografieren kann! Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass die Lampen auf dem Bildschirm reflektieren. Wenn die Lampen ausgeschaltet werden, ist es wieder in dem Raum zu dunkel 🙂 Manche Mikrofilme gibt es als Negative, sie sehen wie oben dargestellt aus, die Positive so:

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  • das Gerät gehört nicht zu den neusten, die besten Jahre hat es schon hinter sich und manchmal ist es schon eine Herausforderung damit zu arbeiten. Wenn man am Ende den Film wieder zusammenrollen will, funktioniert es manchmal nicht und man muss ihn mit der Hand aufwickeln. Haben Sie vor ca. 30 Jahren die Kassetten mit einem Bleistift zusammen gerollt? So ähnlich sieht es aus 🙂

Es ist aber nicht so schlimm 🙂

  • Der Archivdirektor ist sehr nett und hilfsbereit. Er spricht etwas deutsch, man kann sich verständigen. Es hilft gerne weiter, schlägt andere Quellen vor, in dem Archiv gibt es auch mehrere Bücher, die auch vor Ort benutzt werden können.
  • Als ich mit dem Archivdirektor vor wenigen Tagen gesprochen habe hat er mir gesagt, dass es bald eine große Arbeitsverbesserung geben wird – es kommt ein neuer Lesegerät!! Ich bin mir aber nicht sicher, ob er als zweiter Gerät arbeiten oder den alten ersetzen wird. Eine zweite Lesemöglichkeit hätte einen großen Einfluss auf die Termine.

Wohin?

Der Eingang befindet sich an der Kominka Straße. Man steht vor einem großen Tor und wartet am besten, bis jemand das Tor öffnet. Es wird nicht lange gewartet, es kommen immer wieder welche Leute (Priester), die das Tor öffnen können. Man kann auch mit der Klingelanlage versuchen, aber bei mir hat es wenig gebracht. Unten habe ich mit dem Kreis gezeigt wo sich in dem großen Gebäude der Eingang zu dem Museum befindet.

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Interesse?

Ich habe in dem Archiv einen Termin für den 22.11.2016 reserviert und habe noch etwas freie Zeit übrig. Möchten Sie, dass ich für Sie irgendwelche Dokumente aufsuche? Wenn ja, schreiben Sie mir einfach eine E-Mail.

 

Birgit Donner

Guten Morgen,
ich habe gerade gelesen, daß Sie am 22.11.2016 einen Termin im Archiv in Oppeln haben und noch Dokumente für jemanden suchen könnten. Ich suche schon lange nach der Heiratsurkunde meiner Urgroßeltern. Nach meinen bisherigen Nachforschungen müsste sie im Archiv in Oppeln liegen. Falls es möglich ist, daß Sie danach suchen, teile ich Ihnen nähere Informationen mit.
Danke für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen Birgit Donner

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