Staatsarchiv in Gleiwitz

Eingangstür bei dem Staatsarchiv Gleiwitz

Schon merkwürdig, dass ich hier schon einige Staatsarchive beschrieben habe, aber das Archiv in meiner Heimatstadt Gleiwitz noch nicht. Es wird also langsam Zeit dafür 🙂

Das Archiv befindet sich im Stadtzentrum, nicht weit von dem Marktplatz entfernt. Das Gebäude ist leider nicht gerade sehr repräsentativ. Es ist ein Bungalow, auf einer alten Karte als „Ausstellhaus“ beschrieben. Bemerkenswert ist aber die Eingangstür, wie auf dem Beitragsbild oben zu sehen ist.

Das Archiv ist nicht jeden Tag geöffnet! Momentan sind es nur drei Tage in der Woche: Montags 9:00-14:00 Uhr, Mittwochs 9:00-17:00 Uhr und Donnerstags 9:00-14:00 Uhr. Hier gibt es die Öffnungszeiten für alle Kattowitzer Archive: http://www.katowice.ap.gov.pl/p,99,godziny-otwarcia-czytelni

Gebaeude des Staatsarchivs Gleiwitz

Die ersten Schritte

Gleich hinter der Tür befindet sich der Empfangsraum, wo Du auch die Jacke lassen kannst (sollst). Hier gibt es auch Schließfächer (ähnlich wie in Kattowitz) für die Taschen. In den Leseraum kannst du nur die Schreibsachen, Handy oder Fotoapparat mitnehmen. Der Leseraum befindet sich aber gleich hinter einer Glaswand, man sieht den Empfangsraum (und auch deine Jacke auf dem Kleiderständer 😉 ) gut.

Formulare

Die Prozedur ist hier natürlich ähnlich wie in den anderen Staatsarchiven. Die Formulare, die man ausfüllen muss habe ich schon in dem Beitrag über das Staatsarchiv in Kattowitz beschrieben. Der einzige Unterschied, den ich bemerkt habe ist, dass es in der Mappe mit den Urkundenbücher keinen weiteren Zettel gibt. Dafür aber ein Heft, wo man sich eintragen muss (nur ein mal pro Besuch, unabhängig von der Zahl der durchsuchten Urkundenbücher). Zwei Seiten aus diesem Heft haben die Visiten aus den letzten Monaten dargestellt, das Archiv ist also nicht besonders häufig besucht.

Es gab noch einen Unterschied 🙂 Ich habe die Bestände aus Zabrze Zaborze durchsucht, die sehr umfangreich sind (bis zu 1500 Geburten im Jahr!). Ich kannte zwar die genauen Daten, aber als erstes habe ich so wie so den Namensindex in die Hand bekommen. Es ging darum die genaue Urkundennummer zu erfahren und sie dann sogar auf dem Leihzettel einzutragen. Es hat sich dann erwiesen, dass es gar keine schlechte Idee war. Ich hatte zwei Heiraten: Ende Juni und Ende August, beide natürlich in unterschiedlichen Bücher 🙂

Die Leihzettel werden gleich bearbeitet (man muss nicht auf eine genaue Uhrzeit achten, wie es in größeren Archiven manchmal der Fall ist), gleichzeitig aber nur 5 Stück.

Form der Urkundenbücher

Ich habe ausschließlich Urkunden in Papierform bekommen. In dem Leseraum befindet sich aber auch ein Mikrofilmleser, wie auch ein Rechner für Bestände, die verfilmt oder digitalisiert wurden.

Man kann frei mit eigener Kamera Bilder machen, natürlich ohne Blitzlicht. Für die digitalisierte oder verfilmte Bestände gilt es leider (laut Erklärung auf der Homepage) auch.

Wenn du also jemanden brauchst… 😉

der für dich die Bestände des Staatsarchivs in Gleiwitz durchsuchen kann, wende dich einfach an mich 🙂

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