Vermisstenliste von Marienburg

Vor einiger Zeit habe ich über dem neulich entdeckten Massengrab in Marienburg berichtet. Die Toten haben wohl ihre Ruhestätte auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo bei Stettin gefunden, aber die Geschichte geht wohl weiter. Letztens bin ich auf die offizielle Gemeinde-Vermisstenliste von Marienburg gestoßen.

Diese Liste wurde in dem Jahr 1960 von der offiziellen Meldestelle in Lübeck erstellt, ist nach Straßennamen sortiert und auf 245 Seiten beinhaltet 1840 Namen. In dem Massengrab wurden 1800 Toten gefunden – heißt es, dass die Liste das Geheimnis lüften wird? Das müssen die Historiker beurteilen, es wäre aber für die Familien eine wichtige Information.

Hier können Sie lesen, was Bild.de (!) dazu schreibt:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/10/marienburg-massengrab/liste-der-opfer.html
und hier können Sie selbst in der Liste stöbern:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/10/marienburg-massengrab/liste-uebersicht.html

Pommerische Gesellschaft (Westpreußen)

Die Seite www.ptg.gda.pl (auch deutsche Sprachversion vorhanden!) gehört der Pommerischen Ahnenforschungsgesellschaft. Sie können dort kostenlos in den Urkunden-Datenbanken stöbern. Die Mitglieder der Gesellschaft haben die Bücher durchgeblättert und daraus die Daten entnommen. Es gibt zwar keine Verfilmungen, nur die Daten selbst.

Auf der Seite http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/main/ finden Sie die Aufstellung aller Urkunden, die durchgearbeitet wurden. Dort finden sie den entsprechenden Ort. Aus der Tabelle entnehmen Sie welche Urkunden in der Datenbank zu finden sind.
Wenn Sie aus dem Menu Datenbanken -> Taufen, Eheschliessungen oder Bestattungen Index wählen bekommen Sie eine Suchmaske die Ihnen erlaubt nach Daten zu suchen.

Und wenn Sie in Pommern mehr unterstützung suchen, wenden Sie sich unmittelbar an die Pommerischen Ahnenforschungsgesellschaft. Ich denke selbst, wenn Sie deutsch schreiben wird Ihnen geholfen. Viel erfolg!

norc.pl

Neulich habe ich eine sehr interessante Seite im Internet gefunden die ermöglicht die Straßen und Gebäuden in verschiedenen Orten sich genauer in 360-Grad Ansicht anzuschauen. Dieser Service befindet sich unter der Adresse http://www.norc.pl/ ist nur in der englischen, russischen und rumänischen Sprachversion verfügbar und wurde von einer… rumänischen(!) Firma gestellt.

Was dort zu finden ist: wie es auf der Hauptseite steht, man kann die Städte Warschau (Warszawa), Krakau (Kraków), Breslau (Wrocław) und Poznan (Poznań) besichtigen. Das ist aber noch nicht alles. Ich habe festgestellt, dass auch Oberschlesien bearbeitet wurde: Gleiwitz (Gliwice), Zabrze, Beuthen (Bytom), Königshütte (Chorzów), Kattowitz (Katowice)…

Um genau zu überprüfen was zur Verfügung gestellt wurde soll die Karte möglichst aus weiter Entfernung besichtigt werden.

Dort, wo unregelmäßige blaue Linien zu sehen sind kann man sich die Straßen näher ansehen. Und das gilt nicht nur für Polen. Die von Ihnen, die vielleicht auch in Tschechen, in der Slovakei oder in Ungarn forschern finden auch Bilder aus diesen Länder.

Wie funktioniert das ganze: Sie suchen sich eine Stadt aus, schauen sich genau den Stadtplan an und klicken auf einen blauen Punkt. Wenn Sie z.B. den Markt in Beuthen aufsuchen sieht es folgend aus:

Oben rechts sehen Sie ein 360-Grad Bild aus dem von Ihnen gewähltem Punkt, das sich mit dem Cursor rechts und links bewegen lässt.
Viel Spaß! 🙂

Hinterpommern, Westpreußen

Neulich habe ich eine nette E-mail vom Herrn Uwe Kerntopf bekommen der seine Internetseiten vorgestellt hatte, die die Gebiete Hinterpommern und Westpreußen, wie auch Dobriner Land betreffen.

Beide Seite haben den gleichen Layout und beinhalten wertvolle Informationen:

  • Indexe der katholischen und evangelisch-augsburgischen Gemeinden. Mit Angaben welche Kirchenbücher bis heute erhalten blieben und wo sie jetzt zu finden sind.
  • Index der Standesämter
  • Liste der Ortschaften in einzelnen Kreisen (teilweise mit zusätzlicher Beschreibung)
  • Literaturangaben

Für die Provinzen Pommern und Westpreussen gibt es auch eine Karten-Übersicht.

Fazit: es ist für Forscher die in dieser Gegend suchen eine gute Informationsquelle.

Gedenktafel in Pommern

Wie ich schon in meinen Urlaubserinnerungen erwähnt habe, in Pommern gibt es immer mehr Gedenktafel auf alten, deutschen Friedhofen. Es ist schön, dass jetzt in Polen solche Initiativen statt finden, die Verwirklichung sieht leider (in meinen Augen) nicht so schön aus.

Ich habe Bilder auf den Friedhöfen in Neuhof (Będlin) und Wutzig (Osiek Drawski), beide im Kreis Dramburg (Drawsko Pomorskie) gemacht.

Neuhof (Będlin):
Friedhof in Neuhof

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Tote aus Marienburg

Im Oktober 2008 wurde in Marienburg (Malbork) ein Massengrab entdeckt. Die genaue Zahl der Toten ist schwer zu ermitteln, aber es sind über 2000. Darunter sind 1000 Frauen, 380 Männer, 377 Kinder und über 350 Menschen, deren Geschlecht und Alter nicht bestimmt werden konnten.
Der Zustand der meisten Gebeine lässt vermuten, dass diese Menschen durch Krankheiten, Unterernährung oder Erfrierungen gestorben sind. Angesichts der Zeitumstände ihres Todes waren es wahrscheinlich überwiegendend deutsche Zivilisten, die zwischen Januar und März 1945 ums Leben kamen.

Am 14. August 2009 wurden die Toten auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo bei Stettin bestattet. Geistliche aus Polen und Deutschland sowie weitere 300 Personen nahmen an der Trauerfeier teil.

Mehr Infos auf der Seite des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge:
Wer sind die Toten von Marienburg?
Heftige Reaktionen
Wenige Hinweise auf Waffeneinsatz
Letztes Geleit für Marienburger Tote

Andere Pressemitteilungen bei:
www.nachrichten.at
www.heimatkreis-marienburg.de
polskaweb.eu