Tote aus Marienburg

Im Oktober 2008 wurde in Marienburg (Malbork) ein Massengrab entdeckt. Die genaue Zahl der Toten ist schwer zu ermitteln, aber es sind über 2000. Darunter sind 1000 Frauen, 380 Männer, 377 Kinder und über 350 Menschen, deren Geschlecht und Alter nicht bestimmt werden konnten.
Der Zustand der meisten Gebeine lässt vermuten, dass diese Menschen durch Krankheiten, Unterernährung oder Erfrierungen gestorben sind. Angesichts der Zeitumstände ihres Todes waren es wahrscheinlich überwiegendend deutsche Zivilisten, die zwischen Januar und März 1945 ums Leben kamen.

Am 14. August 2009 wurden die Toten auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo bei Stettin bestattet. Geistliche aus Polen und Deutschland sowie weitere 300 Personen nahmen an der Trauerfeier teil.

Mehr Infos auf der Seite des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge:
Wer sind die Toten von Marienburg?
Heftige Reaktionen
Wenige Hinweise auf Waffeneinsatz
Letztes Geleit für Marienburger Tote

Andere Pressemitteilungen bei:
www.nachrichten.at
www.heimatkreis-marienburg.de
polskaweb.eu

Zurück aus dem Urlaub – Tempelburg / Brotzen

Da bin ich wieder aus dem Urlaub zurück. Die Zeit ist schnell gelaufen, wir haben viel in Pommern gesehen. Detaillierte Informationen zu einzelnen Orten folgen (wenn ich mit der Wäsche und dem Fotos-Download fertig bin 🙂 ). Vorab möchte ich Ihnen erste, allgemeine Beobachtungen vorstellen.

Wir sind wie gesagt nach Tempelburg (Czaplinek) gefahren. Ich war sehr gespannt wie das Gedenktafel in Brotzen (Broczyno) aussieht, aber ich habe es nicht gefunden! Es gibt zwar einen großen Friedhof gleich an der Hauptsraße, aber dort war die Tafel nicht zu finden. Der Friedhof besteht aus zwei Teilen: ein „neuer“ wo laufend bestattet wird und ein „alter“ wo nur Bäume und Efeu zu finden sind. Durch beide Teile führt eine Allee. Es gibt nur eine Informationstafel zu dem Friedhof.
Ich habe erfahren, dass es in Brotzen noch einen alten evangelischen Friedhof gab, den ich aber nicht finden konnte. Dort wurde vermutlich die erwähnte Gedenktafel gestellt.
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RSS-Feed abonnieren

Ich möchte Sie heute dazu überreden, Einträge aus diesem Blog per RSS zu abbonieren. Einige von Ihnen kennen wohl schon diese Möglichkeit, manche aber wissen bestimmt noch nicht wie bequem das ist.

Was ist überhaupt RSS? Genau können Sie es z.B. bei Wikipedia erfahren, ich möchte hier nur betonen welche Vorteile diese Möglichkeit für Sie darstellt.

Wenn Sie nach rechts oben schauen, sehen Sie ein orangenes Zeichen und die buchstaben „RSS“. Klicken Sie darauf und schauen Sie was passiert 🙂 Jeder Webbrowser hat die Möglichkeit, als Leser der RSS-Feeds zu dienen. Es gibt auch spezielle Programme, die auf die Ähnlichkeit zum Nachrichtenticker angepasst sind. Sie können dann die Einträge selbst in einem Mobiltelefon, PDA oder in mobilen Spieleplattformen lesen.

Wenn Sie eine Webseite mir Inhalten, die regelmäßig aktualisiert werden finden, können Sie sie per RSS abonnieren, und Sie werden die Einträge gleich nach der Veröffentlichung in Ihrem RSS-Reader sehen. Wenn Sie es für mehrere Seiten das Gleiche tun, haben Sie auf diese Weise Ihre eigene „Nachrichtenplatform“ gebildet. Sie brauchen dann schon nicht mehr die Webseiten zu besuchen, der Inhalt kommt „von alleine“ zu Ihnen!

Das heißt natürlich nicht, daß ich mir nicht wünsche, daß Sie diese Seite besuchen – ganz im Gegenteil 🙂 ! Ich möchte Ihnen nur einen bequemen Weg empfehlen, der Ihnen erlaubt keine Einträge zu verpassen und immer „up to date“ zu sein.

Kommunale Friedhöfe

Manche Orte haben sich schon die Mühe gegeben und haben die Daten der kommunaler Friedhöfe digital erfasst. Einige geben sogar die Möglichkeit die Datenbank im Internet durchzusuchen. Es gibt leider keine gemeinsame Suchmöglichkeit für Friedhöfe aus ganz Polen, aber die für einzelne Orte ist schon etwas.

Es ist ziemlich schwierig zu erfahren welche Orte diese Suchmöglichkeit bieten, es gibt kein Verzeichniss der digitalisierten Friedhöfe (oder ich kenne es nicht). Ich werde also hier nach und nach die vorstellen, die ich gefunden habe. Heute: Gleiwitz, Głubczyce (Leobschütz) und Wodzisław (Loslau) – alle in Oberschlesien.
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Schlesische Fotothek

Neulich war ich auf dem Annaberg (bei Oppeln) und habe dort wunderschöne alte Fotos gesehen. Sie stammen aus Sammlungen der Familien, die in den Dörfer im Oppelner Land gewohnt haben. Sie zeigen die Wirtschaft, die Kultur und das Leben der Dorfbewohner in früheren Zeiten, also vor 1945. Die ältesten Fotos stammen vom Ende des 19. Jh.

Die Fotos werden auf dem Zaun von Pilgerheim und bei der Grotte ausgestellt. Die Bilder sind ziemlich groß, von guter Qualität (der Regen macht nichts), jedes Foto ist beschrieben. Die, die keine Möglichkeit haben nach Annaberg in der nächsten Zeit zu kommen, können sich die Fotos (und viele mehr) bei der Schlesischen Fotothek (ein Projekt des Museum des Oppelner Dorfes in Oppeln) ansehen. Die Webseite gibt es auch in deutscher Sprachversion.

Sie können auch selbst den Bestand der Sammlung bereichern, indem Sie eigene Bilder zur Verfügung stellen, falls Sie welche haben.
Die Sammlung ist tatsächlich ein Muß für jeden der in Schlesien um Oppeln forscht!

Masurische Vereinigung

Unter der Adresse www.historische-masurische-vereinigung.de befindet sich die Seite der Historischen Masurischen Vereinigung, die eine gute Quelle für alle, die in Ostpreußen und Masuren forschen darstellt. Wie die Vereinigung selbst schreibt:

…möchten wir hier verstärkt die Geschichte dieser Region „von unten“ darstellen, vorliegende Quellen wie Heimatbücher durchforsten und jedem, der sich diesem „Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen“ verbunden fühlt, Anregungen geben, sich selbst mit seiner preußisch-masurischen Geschichte intensiver zu beschäftigen.

Mit sehr vielen Links zu relevanten Seiten, auch mit genauen Familiennamen, mit Literaturlisten und Erzählungen der Zeitzeugen.

Friedhöfe um Tempelburg

Dieses Jahr haben wir uns entschlossen zum Urlaub nach Czaplinek (Tempelburg) in Pommern zu fahren. Da waren wir noch nicht und die Gegend soll sehr schön sein.
Beim Stöbern im Internet habe ich eine Ausgabe von „Kurier Czapliniecki“ (Tempelburger Kurier) von Juli 2009 gefunden. Und da gibt es ein Artikel über Friedhöfe in den umliegenden Dörfern: Broczyno (Brotzen Kreis Deutsch-Krone) und Kluczewo (Klaushagen Kreis Neustettin):

Kurier Czapliniecki
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